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Handball: Überragende 2. Halbzeit reicht nicht zum erfolgreichen Beutezug

Handball kann verrückt sein - dies ist keine neue Erkenntnis. Auch nicht für die Panther des USV Halle, welche am Wochenende ihr erstes Heimspiel seit März 2017 verloren haben. Der Gegner war allerdings auch nicht zu unterschätzen, da die Spieler sich zu großen Teilen aus einem zwar jungen, aber auch zukünftigen Bundesliga-Kader des DHfK Leipzig rekrutieren. Die Qualität konnten die Spieler des LVB Leipzig in der ersten Halbzeit eindrucksvoll unter Beweis stellen. Eine fast undurchdringliche Deckung führte zu ganzen 8 Treffern des USV Halle. Viele technische Fehler im Aufbau der Angriffe brachten eine gewisse Unsicherheit der Gastgeber ins Spiel. Torwart Helmut Feger zeigte allerdings eine herausragende Leistung. Das Publikum trieb die Mannschaft an und versuchte lautstark zu unterstützen. Bis zur Halbzeit konnte aber die Gegner wenig gebremst werden und die Panther befanden sich ab der 15. Minute permanent in die Verfolgerrolle gedrängt. Ab der 21. Minute gelang bis zum Pausenpfiff kein Treffer und die Panther sahen sich mit 8:13 zur Halbzeit im Rückstand. Die bisher gezeigte Leistung war nicht besonders zufriedenstellend und so nutzte Trainer Fabian Metzner die Pause, um taktisch umzustellen. In der 2. Hälfte lagen zur 40. Minute die Panther sogar mit 6 Toren im Rückstand. Dann wurde der starke Timo Löser der Gäste in die Manndeckung genommen. Kreisspieler Paul Otto eröffnete die Aufholjagd und plötzlich waren die Panther und das Publikum wieder hell wach. Die Panther machten wieder Beute und kämpften sich heran. Die Leipziger Gäste nahmen in der 51. Minute eine Auszeit, da der Tore-Abstand nur noch einen Treffer betrug. In diesem Moment schien wieder alles möglich. Ausgebremst wurden die Panther kurzzeitg durch zwei schnelle Treffer der Gäste und Jan Bernhardt's Platzverweis nach seiner 3. Zeitstrafe. Der daraus folgende 3-Tore-Abstand schreckt aber  echte Panther nicht ab, von der Beute zu lassen. Der überragende Torhüter Helmut Feger parierte seinen zweiten 7-Meter-Strafwurf und Pierre Sogalla und Paul Otto sorgten für die Anschlusstreffer zum 25:26. Dann schlug die Stunde der jungen Panther. Julius Conrad erzielte in Überzahl in der 55. Minute den Ausgleich und die Zuschauer auf den Rängen brüllten Ihre Freude heraus, zumal nach wiederholter Führung der Gäste wieder Julis Conrad den 27:27 Gleichstand markierte. Etwas unglücklich verhängten die Schiedrichter in der 58. Minute eine 2-Minuten-Strafe gegen Chris Thiele. Der momentane Vorteil der Überzahl konnte nur kurzfristig genutzt werden. Nach dem 28:28 Ausgleichtreffer durch Felix Grauert gelang den Gästen noch der Siegtreffer. Ein abschließender Freiwurf - ausgeführt durch Pierre Sogalla - fand leider nicht den Weg ins Tor.

Trotz der knappen Niederlage feierten die Zuschauer die Mannschaft des USV Halle, welche insbesondere in der 2. Halbzeit nie aufgegeben hatten und kurz vor einen Punktgewinn gegen den starken Tabellenführer und Aufstiegsaspiranten aus Leipzig standen. Nun heißt es, die Motivation gegen den nächsten Gegner aus dem Burgenland mitzunehmen, um eventuell für eine weitere Auswärtsüberraschung zu sorgen.      

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